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Kunstgeschenk an das Stadtmuseum durch die Fielmann AG

Gemälde "Sommerabends" von Jürgen Lutzens (1968)
Gemälde "Havellandschaften" von Jürgen Lutzens (1966)

Am Donnerstag, dem 29.08.2019, findet um 15.00 Uhr im Gotischen Haus, Johanniskirchplatz 4, die Übergabe zweier Bildwerke des Brandenburger Künstlers Jürgen Lutzens an das Stadtmuseum Brandenburg statt.

Möglich macht die Gabe des Bildes „Sommerabend“ (1968) eine großzügige Spende der Fielmann AG, die nicht das erste Mal die Stadt Brandenburg an der Havel mit ihrem vielfältigen Engagement bedacht hat. Bisher spendete die Fielmann AG dem Museum ein Gemälde von F. Kiesling, Landschaft bei Brandenburg/ Szene aus den Befreiungskriegen, von 1840, druckgrafische Porträts bedeutender historischer Personen der brandenburgisch-preußischen Geschichte, drei grafische historische Landkarten aus dem 18. Jahrhundert und zehn Porzellanfiguren des Künstlers Albert Caasmann aus der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts.

Ein zweites Bild, „Havellandschaft“ von 1966 schenkt der Künstler selber dem Museum. Somit erhält das Haus zwei wichtige Neuzugänge aus dem Werk Lutzens geschenkt, der in der Kunstsammlung des Stadtmuseums bisher nicht vertreten ist.

Jürgen Lutzens wurde 1941 in Brandenburg an der Havel geboren und lebt heute noch hier. Schon mit 14 Jahren  wurde er von Lucie und Hertha Bielefeld im Zeichnen und Malen unterrichtet. Später ließ er sich zum Gebrauchsgrafiker ausbilden und arbeitete als Werbe- und Ausstellungsgrafiker und Maler. Künstlerisch bildete er sich als Autodidakt weiter. Die Motive seiner meist kleinformatigen Bilder entsprachen in der DDR-Zeit nicht den gängigen Vorstellungen, so dass ihm eine Aufnahme in den Künstlerverband der DDR verwehrt blieb. Deshalb beendete er seine künstlerische Tätigkeit 1988 endgültig. Seitdem entstand nie wieder ein bildnerisches Werk von ihm.

Durch die viel beachtete Personalausstellung anlässlich seines 75. Geburtstages im Jahr 2017, die im Stadtmuseum stattfand, rückte Jürgen Lutzens seine Kunst und seine Kunstansichten in Form von Korrespondenzen mit namhaften Künstlern aus Ost und West in den Focus des kunstinteressierten Publikums. Zuvor war er schon 2015 in der Kunstausstellung „stattbekannt“ vertreten.

Es war an der Zeit, die Lücke in der Museumssammlung zu schließen, zumal wohl nur noch insgesamt 15 Ölbilder von Jürgen Lutzens existieren, davon wenige Stadtansichten.

Der „Sommerabend“  entstand 1968 in Öl auf Hartfaser und ist eine lyrisch-poetische Darstellung einer Stadtansicht mit Blick von der Schleusenkanalbrücke auf das Wasser.

Auch in der „Havellandschaft“ thematisiert Lutzens das Leben im Umkreis der Havel und fängt eine Stimmung ein, die er mit der Landschaft seiner Heimat verbindet.

In Anwesenheit des Künstlers wird Herr Ostwald, Fielmann AG die beiden Gemälde an Herrn Dr. Erlebach, Beigeordneter der Stadt Brandenburg für Soziales, Gesundheit, Jugend und Kultur und Frau Grothe, Leiterin des Stadtmuseums Brandenburg an der Havel übergeben.