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Poesie zwischen Goethe und Marx - Objekt 5 zum Internationalen Museumstag 2020

Das Klebebild mit John Lennons Konterfei war 1986 purer "Goldstaub" (Foto: havelhommage)
Auch ein weiteres Klebebild erfreute damals sehr, verbunden mit dem Wunsch des immerwährendes Glücks (Foto: havelhommage)
Diese Lehrerin hielt es klassisch mit Goethe, die Wünsche sind ebenso klassisch (Foto: havelhommage)
Lasst uns mit Karl Marx niemals ruh'n, das wünschte eine andere Lehrerin (Foto: havelhommage)

Eine umfangreiche Einsendung erreichte uns über Instagram von "havelhommage", die auch gleich Gedanken zu ihrem Album mitschickte:
"Werte Damen und Herren vom Stadtmuseum, auf die tolle Idee habe ich ja nun prompt reagiert. So will ich meine Ankündigung auch einlösen.
Mein Album reicht von 1986 bis 1990. Hat also die Wende miterlebt. Es finden sich Eintragungen von Mitschülern und Lehrern der POS (bis 1989) und der EOS (ab 1989) in Neustrelitz. Des Weiteren finden sich Trainer und Sportskameradinnen von Dynamo Sektion Volleyball. Ich fand vor allem die Schrift der älteren Lehrer immer sehr schön. Und die Malereien meiner Mitschüler!
Damals war es jedoch immer ein besonderes Highlight, wenn jemand einen Westaufkleber hineingeklebt hat. Die waren schließlich rar und würde auch "gehandelt". Der John Lennon Aufkleber und der „Trau Dich“ Aufkleber hatten es mir also richtig angetan damals.
Rückblickend finde ich bemerkenswert, dass seitens der Lehrer sowohl Thälmann & Marx, aber auch die guten alten deutschen Klassiker wie Goethe gewählt worden sind. Letztere vor allem von den älteren Lehrkräften und/oder den Deutsch/Musiklehrern. Soweit einige Eindrücke aus meinem Poesiealbum.
Ich denke aber, dass dieses Buch sehr typisch ist für die junge Generation der ausgehenden DDR, die letzte, die noch das volle Programm von Pionieren bis Jugendweihe (1989) erlebt hat.
Liebe Grüße und viele tolle Einsendungen wünsche ich [...]"
Dem ist nichts hinzuzufügen! Wir bedanken uns ganz herzlich für die tolle Einsendung bei "havelhommage".