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Themenführung durch die Ausstellung „Enttäuschung Hoffnung Sehnsucht“

Wer als Jude nicht bereits Brandenburg an der Havel verlassen hatte, musste sich zur Deportation einfinden. Erst seit kurzem sind die Namen der abgebildeten Brandenburgerinnen und Brandenburger bekannt. Foto: Stadtmuseum Brandenburg an der Havel
Wer als Jude nicht bereits Brandenburg an der Havel verlassen hatte, musste sich zur Deportation einfinden. Erst seit kurzem sind die Namen der abgebildeten Brandenburgerinnen und Brandenburger bekannt. Foto: Stadtmuseum Brandenburg an der Havel
Jüdisches Gemeindehaus in der Großen Münzenstraße 15, im Hintergrund die Synagoge. Foto: Stadtmuseum Brandenburg an der Havel
Jüdisches Gemeindehaus in der Großen Münzenstraße 15, im Hintergrund die Synagoge. Foto: Stadtmuseum Brandenburg an der Havel

Führung unter dem Titel „Hoffnung und Sehnsucht Brandenburger Juden“

Das Stadtmuseum Brandenburg an der Havel, Ritterstraße 96, bietet am Sonntag, dem 13.10.2019 um 15.00 Uhr eine Führung unter dem Titel „Hoffnung und Sehnsucht Brandenburger Juden“ an.

Seit der Reichsgründung 1871 waren die Mitglieder der jüdischen Gemeinde fester Bestandteil des öffentlichen und wirtschaftlichen Lebens. Dies änderte sich dramatisch unter dem Regime der Nationalsozialisten: sie waren von Berufsverboten, Ausschluss von Schulen und Universitäten betroffen, von Schikanen, Misshandlungen, Deportation und schließlich dem Tod bedroht. Nur wenigen gelang der Weg in die Freiheit. Die Schicksale einiger Brandenburger Familien stehen im Mittelpunkt der Führung.

Was ist mit ihnen? Was ist aus ihnen geworden?

Nur eingefleischte Klassikfans kennen heute noch Werner Seelig-Bass. Am 8. Oktober 1908 in Brandenburg an der Havel geboren, studierte er in Berlin als Meisterschüler Musik, zudem auch Philosophie, Theater- und Musikwissenschaften. Die gemeinsam mit seinem Freund Edmund von Borck komponierte Oper „Kommissar Rondart“ führten die Berliner Philharmoniker als Orchestersuite 1931 und noch 1933 auf. Mit nur 22 Jahren führte ihn sein erstes Engagement als Dirigent, Korrepetitor und Komponist für Bühnenmusik 1930 ans Kasseler Staatstheater. Mit seiner faktischen Entlassung am 1. April 1933 teilte er das Schicksal von mehr als 20.000 jüdischen Künstlern, denen der Zugang zu staatlichen Bühnen und Konzertsälen versperrt wurde. Wie verlief sein Lebensweg weiter? Erfahren Sie dies im Stadtmuseum Brandenburg an der Havel während unserer Sonntagsführung!

Eintritt: 3,00 €

ermäßigt: 1,50 €