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Virtueller Rundgang 48 - "Triptychon Brandenburg" von Werner Gottsmann

Werner Gottsmann, Triptychon Brandenburg, 1986, Öl auf Leinwand (Foto: Stadtmuseum Brandenburg an der Havel)
Werner Gottsmann, Triptychon Brandenburg, 1986, Öl auf Leinwand (Foto: Stadtmuseum Brandenburg an der Havel)
Werner Gottsmann, Triptychon Brandenburg, 1986, Öl auf Leinwand (Foto: Stadtmuseum Brandenburg an der Havel)
Werner Gottsmann, Triptychon Brandenburg, 1986, Öl auf Leinwand (Foto: Stadtmuseum Brandenburg an der Havel)

Das Thema „Stadt und Stadtansicht" reicht als Motiv für künstlerische Darstellungen weit in das 16. Jahrhundert zurück, als Künstler wie Piranesi die antike Architektur und ihre Einbindung in die Stadt für sich entdeckten. Einzelne Gebäude, später Straßenzüge und Panoramen, entwickelte sich die Stadtvedoute zum eigenständigen Bereich der Kunst. Somit steht auch das Werk „Triptychon Brandenburg“ von 1986 in einer langen künstlerischen Tradition. Werner Gottsmann (1924 – 2004) schuf das dreiteilige Ölgemälde 1986 im Auftrag der Stadt Brandenburg. Jede Brandenburgerin, jeder Brandenburger meint die Silhouette der Stadt zu erkennen, doch sie ist hier zu einem neuen Ganzen zusammengefügt und hinterlässt so beim Betrachter Fragen nach dem „richtigen Zusammenspiel“ der Einzelteile der Stadt. Dennoch ist das Wesen der Stadt zusammengefasst. Links stellt Gottsmann die Neustadt mit der Katharinenkirche dar, im Zentrum das Stahl- und Walzwerk am Silokanal als damalige Lebensader und rechts die Neubauten von Nord mit der vom Marienberg alles überblickenden Friedenswarte. Die Dreiteilung des Bildes wirkt wie ein mittelalterliche Altar, der das religiöse Hauptwerk in einer Kirche ist. Mit fast 3 m Breite und 1,16 m Höhe ist es ein Bildwerk, welches Raum braucht, um zu wirken, gleichzeitig zieht es den Besucher zu sich heran, damit dieser alle Details der im Stil des Realismus wiedergegebenen Stadt erfahren kann. Wir Kenner der Stadt setzen im Kopf natürlich unser eigenes Puzzle zusammen. Nicht mehr lange und Sie können wieder bei uns im Stadtmuseum in das Bild versinken.