Aktuell

Aktuelle Sonderausstellungen im Stadtmuseum Brandenburg an der Havel.

 

ACHTUNG: Für den Besuch unserer Ausstellungshäuser gilt ab dem 24.11.2021 die 2G-Regelung. Bitte denken Sie an Ihre Nachweise!

 

Stadtwende

Sonderausstellung im Frey-Haus 22.10.2021 - 31.01.2022

Im Rahmen eines kooperativen Forschungsprojektes der Technischen Universität Kaiserslautern mit der Bauhaus Universität in Weimar, dem Leibniz Institut für Raumbezogene Sozialforschung in Erkner und der Universität in Kassel wird seit einiger Zeit der Umgang mit der historischen Bausubstanz in ausgewählten Altstädten der DDR untersucht und ihre Entwicklung bis in die 1990er Jahre verfolgt. Erste Forschungsergebnisse sind in eine Wanderausstellung eingeflossen, die in den kommenden Monaten in zehn ostdeutschen Städten mit historischen Altstadtkernen gezeigt wird - die erste Station ist das Stadtmuseum Brandenburg an der Havel.

Die Ausstellung zeichnet die Planungen zum Umbau nach sozialistischem Muster aus den späten 1960er Jahren und den damit einhergehenden Abrissen in den Altstädten Ostdeutschlands auf. In Brandenburg an der Havel sollte z.B. rund um die Jahrtausendbrücke ein vollkommen neues Stadtzentrum mit großen Magistralen entstehen. Wie hätte die historische "Chur- und Hauptstadt der Mark Brandenburg" ausgesehen, wäre es nach der Überarbeitung des Generalbebauungsplans Mitte der 1980er Jahre zur vollständigen Umsetzung gekommen? Die Ausstellung thematisiert aber nicht nur die Vernachlässigung der historischen Stadtkerne, sondern auch den sich allmählich formierenden Widerstand dagegen von Bewohnern und Bürgergruppen. In Brandenburg an der Havel kam es mit der Auswahl zur Modellstadt für die Stadterneuerung nach 1990 für weite Teile der historischen Bausubstanz zu einem "happy ending", auch wenn über viele Jahre schmerzhafte Verluste zu verzeichnen waren.

In einem Bereich des Ausstellungsrundgangs sind alle Besucherinnen und Besucher eingeladen, kreativ tätig zu werden: Am "Planungstisch" können eigene Wünsche für die Zukunft der Stadt in vielfältiger Weise hinterlassen werden. Dieser Bereich wird auch als "Stadtwende"-Labor für Veranstaltungen, Zeitzeugengespräche und Workshops genutzt. Bilder aus der Sammlung der Brandenburger Fotografin Ute Steglich setzen hier noch einmal ganz persönliche Akzente aus der Stadt. Ein Veranstaltungsprogramm wird die Schau auch außerhalb der Museumsräume begleiten.

Alle Brandenburger und Brandenburgerinnen sind eingeladen, uns ihre Fotos, Geschichten, Zeitungsartikel und Hausakten leihweise vorbeizubringen. Haben Sie in einem Altbau gewohnt? Waren Sie in einem Baubetrieb beschäftigt? Oder haben Sie sich für den Erhalt der Altstadt engagiert? Erzählen Sie es uns!

Wir freuen uns auf Ihren Besuch!

Hier geht es zum Begleitprogramm zur Ausstellung.
Weitere Informationen zum Forschungsprojekt finden Sie hier.