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Aktuell

Hier finden Sie die aktuellen Ausstellungen des Stadtmuseums Brandenburg an der Havel.

"Neu in der Sammlung! Schenkungen 2020-2022"

Kabinett-Ausstellung im Frey-Haus ab 22.02.2022

Entdecken Sie die neusten Zugänge in die Sammlung des Stadtmuseums Brandenburg an der Havel, darunter eine großzügige Schenkung der Fielmann AG, sechs Gemälde und Zeichnungen aus einer Privatsammlung sowie ein Fahrrad zur Belüftung von Kellerräumen der wobra Wohnungsbaugesellschaft der Stadt Brandenburg mbH.

Wissen Sie was ein Filterventilator ist? Wir zeigen es Ihnen! Der 1969 gebaute Ventilator konnte auf dreierlei Art betrieben werden, er stammt aus einem Brandenburger Keller und ist eine Schenkung von 2021 der wobra Wohnungsbaugesellschaft der Stadt Brandenburg an der Havel mbH. Mit acht detailreichen Stadtansichten aus dem 19. Jahrhundert wurde die Sammlung des Stadtmuseums Brandenburg an der Havel wiederholt großzügig von der Fielmann AG beschenkt. Darunter befindet sich die vollständige Gemäldeserie "4 Gegenden von Brandenburg treu nach der Natur gezeichnet" des Brandenburger Malers H. F. Spieker und ein Gemälde von Albert Eisfeld "Der Bahnhof von Brandenburg an der Havel" (um 1850), das vor dem zweiten Weltkrieg zum Altbestand des Museums gehörte, jedoch kriegsbedingt 1943 ausgelagert wurde. Danach verlohr sich seine Spur, bis es 2020 auf einer Auktion angeboten wurde und von der Fielmann AG für das Stadtmuseum Brandenburg an der Havel erworben wurde.

Aus dem Nachlass einer Dame aus Kloster Lehnin zeigen wir sechs Werke der Brandenburger Künstlerinnenschwestern Lucie und Herta Bielefeld, meist Landschaften aus der Region der Jahre 1906 bis 1924, die 2021 dem Museum geschenkt wurden.

Das aus Holzresten geschnitzte Pferdefuhrwerk fertigte ein ukrainischer Zwangsarbeiter für die Geschwister Janz an. Die Familie hielt es über viele Jahrzehnte in Ehren und übergab es erstmals 2020 dem Museum als Leihgabe für die Sonderausstellung "1945. Krieg und Frieden". Nun wurde es dauerhaft als Schenkung in die Sammlung aufgenommen.

Führung durch die Ausstellung - hier geht es zu den Terminen

Die Gemäldeserie des Brandenburger Malers H. F. Spieker. (Video: Stadtmuseum Brandenburg an der Havel / Szenischer Einspieler: Volker Heise)

"MALMICH" Arbeiten von Ute Ringel

Kabinettausstellung im Frey-Haus 15.05.-06.09.2022

Porträts haben einen besonderen Stellenwert im Werk der Brandenburger Künstlerin Ute Ringel: "Es ist interessant Gesichter zu malen. Jedes ist eine Herausforderung. Und das scheint auch so zu bleiben: Seit 20 Jahren male ich das menschliche Antlitz mit seiner Nase, zwei Augen, Mund und so. Jeder kennt es, jeder hat es, jeder ist tagtäglich damit konfrontiert. Wir nehmen es für selbstverständlich und definieren uns darüber, scheinen uns wieder zu erkennen, hoffen es korrekt in Szene setzen zu können. Und doch ist es nur ein Abbild, nicht das Wesen selbst. Und wer weiss wieviel Ähnlichkeit das Wesentliche mit dem Bild überhaupt hat? Vielleicht gar keine. Ich kann nicht das Wesen malen, denn dann wäre es ja wieder nur ein Bild. Also male ich das Bild vom Bild und hoffe mit Hilfe Deiner Aufmerksamkeit darüber hinaus zu reichen. Das geht nicht allein, sondern Hand in Hand. Und was auch immer Du in den Bildern siehst, es wird von Dir sprechen."

Ute Ringel studierte Malerei und Bildhauerei an der Kunsthochschule Berlin Weissensee und der Kunstakademie Düsseldorf. Sie lebt und arbeitet in Kirchmöser.

"Enttäuschung, Hoffnung, Sehnsucht"

Sonderausstellung im Frey-Haus ab 22.02.2022

Das Ende des Ersten Weltkrieges, die Novemberrevolution, Weimarer Republik, Nationalsozialismus, die Deutsche Demokratische Republik und schließlich die Wende: Die Ausstellung wirft den Blick zurück auf das 20. Jahrhundert in Brandenburg an der Havel und stellt Biografien von Brandenburger:innen vor, deren Leben von den Ereignissen beeinflusst, teilweise auch überrant wurde. Und sie stellt Menschen vor, die selbst versuchten, die Ereignisse zu beeinflussen.

Die epochalen Umbrüche des 20. Jahrhunderts bedeuteten massive Veränderungen auf politischer, wirtschaftlicher, kultureller Ebende wie auch im Privaten. So erstritten und erkämpften unter extrem schwierigen Bedingungen mutige Frauen und Männer Deutschlands erste Demokratie. Welche Rolle spielten dabei in Brandenburg an der Havel Personen wie der Oberbürgermeister Franz Schleusener oder der Stadtverordnetenvorsteher Otto Sidow? Und was für eine Person war Else Fisch - eine der Frauen, die in die erste Stadtverordnetenversammlung nach dem allgemeinen, gleichen, geheimen und direkten Wahlrecht 1919 gewählt wurde?
Anhand des Schicksals von Charlotte Grupa, geb. Henschel und ihrem Bruder Fritz Henschel wird das Leben von politisch aktiven Menschen in zwei Diktaturen vorgestellt. Außerdem berichten die Mitglieder des Friedensarbeitskreises der evangelischen Kirche über ihren Kampf gegen Aufrüstung und für Frieden in den 80iger Jahren. Schülerinnen und Schüler des von Saldern-Gymnasiums beteiligen sich 2019 im Rahmen ihres Unterrichtsfaches „Leben in zwei Diktaturen“ an der Konzeption der Ausstellung.

Führung durch die Ausstellung - hier geht es zu den Terminen
Hier geht es zur externen Seite der Online-Ausstellung "Enttäuschung Hoffnung Sehnsucht"

"Ein Jahrhundert Spielwaren aus Brandenburg an der Havel"

Die ständige Ausstellung im Frey-Haus

Im angrenzenden Hofgebäude des Frey-Hauses wird die über 100-Jahre alte Tradition der Spielzeugherstellung in Brandenburg an der Havel gefeiert. Einen Schwerpunkt bildet die Präsentation der berühmten Spielwaren der Firmen „Patentwerke E.P. Lehmann“ aus der später „VEB Mechanische Spielwaren“ wurde.

Bis 1992 produzierte die Firma in direkter Nachbarschaft zum Stadtmuseum Brandenburg an der Havel. Das Frey-Haus gehörte dem Firmenbesitzer Ernst Paul Lehmann, der es für Ausstellungen zur Verfügung stellte. Das ehemalige Firmengelände betritt man durch den Hinterausgang des Museums - die alte Produktionsstätte wurde in den 1990er Jahren umgebaut und beherbergt heute die Stadtverwaltung.

"Alchemie und Alltag"

Die ständige Ausstellung im Gotischen Haus

Die Ausstellung präsentiert Highlights der Grabungsfunde, die bei umfassenden archäologischen Untersuchungen des Grundstückes und des Kellers 2013 bis 2014 zu Tage kamen. Zu sehen ist der sensationelle Fund einer nahezu vollständig erhaltenen Apothekereinrichtung mit Retorten zur Destillation, zahlreichen Tiegeln und Fläschchen sowie der Querschnitt eines typischen barocken Hausrats des 18. Jahrhunderts. Reste von Kachelöfen, einfaches Geschirr, aber auch Luxusgüter jener Zeit sind hier inszeniert. Aus der Zeit des Mittelalters stammt das ausgestellte Skelett eines Pferdes. Tote Tiere wurden in sogenannten „Schindergruben“ in den engen Innenhöfen eilig vergraben, um sie nicht teuer entsorgen zu müssen.

Das Hauptexponat ist jedoch der Keller selbst, der ehemals das Privatkontor eines reichen Kaufmannes gewesen sein muss, da er äußerst aufwändig mit Nischen und einem gegen Feuchtigkeit und Kälte isolierenden Fußboden versehen wurde.

Zugang durch die Mitarbeiter des Kulturbüros, Eingang über den Hinterhof des Gebäudes Johanniskirchplatz 4.
Hier geht es in das digitale Stadtmuseum mit einem Rundgang durch die Ausstellung

"Stadtgeschichte und Havel-Schifffahrt"

Die ständige Ausstellung im Steintorturm

Die Lage an der Havel war und ist prägend für die Entwicklung von Brandenburg an der Havel, obwohl die Nutzung des Flusses im Innenstadtbereich heute kaum mehr über eine touristische hinausgeht, denn seit fast 100 Jahren umschifft die Berufsschifffahrt den Stadtbereich über den Silokanal.

In der Ausstellung lassen Exponate das Leben der Havelschiffer und Schiffsbauer im 19. und 20. Jahrhundert lebendig werden. Der 31,5 Meter hohe Steintorturm bietet darüber hinaus einen fantastischen Blick über den Kanal und die Havel.

In den Wintermonaten ist der Steintorturm geschlossen, geöffnet 01.04.-31.10.
Hier geht es in das digitale Stadtmuseum mit einem Rundgang durch den Steintorturm