Sonderausstellungen

Sonderausstellungen im Stadtmuseum sind zeitlich begrenzt und zeigen Einzelaspekte der stadt-, kultur- und kunstgeschichtlichen Entwicklung in der Stadt Brandenburg an der Havel. Als neues Format ist das der Kabinettausstellung entstanden, in der das Stadtmuseum den Platz für kleine Ausstellungsvorhaben aus und in der Stadt anbietet, Raum für Kreativität schafft. Je nach Größe werden sie im Museum im Freyhaus und im Gotischen Haus gezeigt.

„Brandenburg & ich“ – Neue Kabinettausstellung

Brandenburg & ich
Kritisch ist der Blick der Künstlerin auf das bald vollendete Werk (Foto: Stiftung Wredow‘sche Zeichenschule)
Skizzen und Vorstudien, selbst Fotos auf dem Handy illustrieren den Entstehungsprozess der Bilder (Foto: Stiftung Wredow‘sche Zeichenschule)

Bevor sie sich nun auf die Abiturprüfungen konzentrieren, konnten die Schülerinnen und Schüler der Kunstarbeitsgemeinschaft der Jahrgangsstufe 12 des Evangelischen Domgymnasiums zu Brandenburg an der Havel außergewöhnlich künstlerisch tätig werden. Die Kabinettausstellung „Brandenburg & ich“ im Stadtmuseum zeigt ab dem 31. Januar 2020 ihre Arbeiten, die in Kooperation mit der Wredow-Kunstschule entstanden sind.
„Aufgabe war es, eine Bildidee zu entwickeln, die die Beziehung der Schüler zur Stadt aufzeigt, und diese dann möglichst großformatig zu realisieren.“, erläutert Dozentin Franka Schwarz das Vorgehen.

Um Impulse für ihre eigenen Bilder zu bekommen und das Bewusstsein der jungen Erwachsenen für Geschichte vor der Haustür zu schärfen, erhielten sie im Stadtmuseum eine Führung durch die Sonderausstellung „Enttäuschung Hoffnung Sehnsucht“ über das 20. Jahrhundert in Brandenburg an der Havel.

Die nun entstandenen Werke zeigen recht unterschiedliche Blickwinkel: Etliche der Schüler fühlten sich von der Geschichte angesprochen und thematisierten dies in ihren Bildern. Andere wählten einen eher persönlichen Blick: Sie malten ihren Frust über den Alltag in ihrer Stadt oder blickten ein wenig sentimental auf die Lieblingsorte der Kindheit zurück. Darüber hinaus zeigen Skizzen und Vorstudien den Entstehungsprozess.

Ausstellungszeitraum:
Freitag, 31. Januar 2020, bis Sonntag, 15.März 2020
Ausstellungsort:
Stadtmuseum Brandenburg an der Havel im Freyhaus, Ritterstraße 96, besuchen.
Öffnungszeiten:
dienstags bis sonntags 13.00 Uhr bis 17.00 Uhr
Eintritt:
Kinder und Jugendliche bis 17 Jahren sowie Schüler mit Ausweis haben freien Eintritt, Erwachsene zahlen 3,00 Euro.

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Am 11. 11. 1918 fand in der Stadt Brandenburg die bis dahin größte Demonstration ihrer Einwohner statt.
Das "Wohlfahrtsforum" (1928 -1930) gehört zu den Hauptwerken des "Neuen Bauens" in Brandenburg.
Wieder demonstrieren Brandenburger: am 12.11.1989 kamen etwa 12000 Menschen.

"Enttäuschung Sehnsucht Hoffnung" 22.2.2019 - 23.2.2020

Die Sonderausstellung unter dem vollständigen Titel „Enttäuschung Sehnsucht Hoffnung - Lebenswege entlang gesellschaftlicher Umbrüche in der Stadt Brandenburg an der Havel“ nimmt Besucherinnen und Besucher auf eine Geschichtsreise durch das „kurze 20. Jahrhundert“ mit. Der historische Rahmen umfasst die Zeit von der Novemberrevolution und der Ausrufung der Weimarer Republik in den Jahren 1918/19 bis zur friedlichen Revolution im Jahr 1989. Diese Zeiten der verschiedenen Epochenwechsel brachten für Brandenburg massive Brüche und Veränderungen mit sich, für die Bürgerinnen und Bürger auf politischer Ebene, für die Wirtschaft, Kultur und Bildung, aber auch bis in die Familien hinein. Geschichte wird anhand individueller Biographien dargestellz. Im Mittelpunkt der Ausstellung steht die spannende Frage, welche Enttäuschungen die Bürgerinnen und Bürger erlitten, welche Sehnsüchte und Hoffnungen daraus erwuchsen.
Unter extrem schwierigen Bedingungen erstritten und erkämpften mutige Männer und Frauen Deutschlands erste Demokratie. Welche Rolle spielten Personen wie der Oberbürgermeister Franz Schleusener oder der Stadtverordnetenvorsteher Otto Sidow (SPD-Mitglied)? Wer kennt Else Fisch, eine der drei Frauen, die in die erste Stadtverordnetenversammlung, die nach dem allgemeinen, gleichen, geheimen und direkten Wahlrecht im Jahre 1919 durchgeführt wurde, gewählt wurde. Wie gestaltete sich das Leben politisch aktiver Menschen in zwei Diktaturen – erzählt am Schicksal von Charlotte  Grupa, geb. Henschel und ihrem Bruder Fritz Henschel. Was können uns die Mitglieder des Friedensarbeitskreises der evangelischen Kirche über ihren Kampf gegen Aufrüstung und für Frieden in den 80iger Jahren erzählen, sind ihre Hoffnungen und Sehnsüchte erfüllt worden? Oder machten sich auch Enttäuschungen breit?
Die Ausstellung im Stadtmuseum im Frey-Haus wird durch ein vielfältiges Veranstaltungsprogramm begleitet .

http://sonderausstellung.stadtmuseum-brandenburg.de

 

 

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