Gotisches Haus

Das Gotische Haus gehört zu den am besten erhaltenen und erforschten mittelalterlichen Bürgerhäusern des Landes Brandenburg. Umfassungsmauern und Dachwerk sind original erhalten.

Im Keller des massiven, zweigeschossigen Hauses aus dem Jahre 1452 befindet sich die Ausstellung „Alchemie und Alltag“.

Alchemie und Alltag

Die Dauerausstellung präsentiert Highlights der Grabungsfunde, die bei umfassenden archäologischen Untersuchungen des Grundstückes und des Kellers 2013 bis 2014 zu Tage kamen.

Zu sehen ist der sensationelle Fund einer nahezu vollständig erhaltenen Apothekereinrichtung mit Retorten zur Destillation, zahlreichen Tiegeln und Fläschchen sowie der Querschnitt eines typischen barocken Hausrats des 18. Jahrhunderts. Reste von Kachelöfen, einfaches Geschirr, aber auch Luxusgüter jener Zeit sind hier inszeniert.

Aus der Zeit des Mittelalters stammt das ausgestellte Skelett eines Pferdes. Tote Tiere wurden in sogenannten „Schindergruben“ in den engen Innenhöfen eilig vergraben, um sie nicht teuer entsorgen zu müssen.
 

Der Keller

Das Hauptexponat ist jedoch der Keller selbst, der ehemals das Privatkontor eines reichen Kaufmannes gewesen sein muss, da er äußerst aufwändig mit Nischen und einem gegen Feuchtigkeit und Kälte isolierenden Fußboden versehen wurde.

Details zur Baugeschichte des Hauses, den Grabungsarbeiten und Forschungsergebnisse sind in der Ausstellung über einen interaktiven Bildschirm abrufbar.

In den oberen Geschossen befindet sich heute das städtische Kulturbüro.

 

Der Besuch der Ausstellung im Gotischen Haus ist nur nach vorheriger Anmeldung unter Tel. 03381-584501 oder museum@stadt-brandenburg.de und zu den Öffnungszeiten des Kulturbüros möglich.

Diese sind:
Mo., Mi., Do. 9-12 Uhr und 13-15 Uhr; Di. 9-12 Uhr und 13-18 Uhr; Fr. 8-12 Uhr.

 

Rundgang durch die Ausstellung "Alchemie und Alltag"