Sonderausstellungen

Sonderausstellungen im Stadtmuseum sind zeitlich begrenzt und zeigen Einzelaspekte der stadt-, kultur- und kunstgeschichtlichen Entwicklung in der Stadt Brandenburg an der Havel. Als neues Format ist das der Kabinettausstellung entstanden, in der das Stadtmuseum den Platz für kleine Ausstellungsvorhaben aus und in der Stadt anbietet, Raum für Kreativität schafft. Je nach Größe werden sie im Museum im Freyhaus und im Gotischen Haus gezeigt.

ÜBERLeben- eine audiovisuelle Ausstellung 12.12.2019 - 26.01.2020

Kai Hesky, Sara Pieper und Michelle Schmidt (von links nach rechts) vor dem Stadtmuseum im Frey-Haus (Foto: Steffi Holz)

„Altwerden ist nichts für Feiglinge“, ließ May West einst verlauten. Anders herum betrachtet, kann niemand ein Feigling sein, wer bereits alt geworden ist. Diese Menschen müssen einen großen Vorrat an Kraftquellen und Lebensmut besitzen, um auch im hohen Alter dem Leben ins Auge zu blicken.

Im Mittelpunkt dieser Kabinettausstellung stehen sieben Brandenburger Senioren, die Freude daran haben, ihr Leben zu reflektieren, offen kommunizieren und sich Neuem nicht verschließen.
In ihrer Projektarbeit, die sich dem Thema Altwerden sensibel nähert, spüren Michelle Schmidt und Sara Pieper genau diesen inneren Quellen nach. Die Essenz der Gespräche mit den Senioren übersetzen sie zusammen mit dem Fotographen Kai Hesky in poetische Bildkompositionen, die in den begleitenden Hörstationen zusammen mit den gebrochen wirkenden Stimmen der Protagonisten eine berührende Wirkung entfalten.

 

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Am 11. 11. 1918 fand in der Stadt Brandenburg die bis dahin größte Demonstration ihrer Einwohner statt.
Das "Wohlfahrtsforum" (1928 -1930) gehört zu den Hauptwerken des "Neuen Bauens" in Brandenburg.
Wieder demonstrieren Brandenburger: am 12.11.1989 kamen etwa 12000 Menschen.

"Enttäuschung Sehnsucht Hoffnung" 22.2.2019 - 23.2.2020

Die Sonderausstellung unter dem vollständigen Titel „Enttäuschung Sehnsucht Hoffnung - Lebenswege entlang gesellschaftlicher Umbrüche in der Stadt Brandenburg an der Havel“ nimmt Besucherinnen und Besucher auf eine Geschichtsreise durch das „kurze 20. Jahrhundert“ mit. Der historische Rahmen umfasst die Zeit von der Novemberrevolution und der Ausrufung der Weimarer Republik in den Jahren 1918/19 bis zur friedlichen Revolution im Jahr 1989. Diese Zeiten der verschiedenen Epochenwechsel brachten für Brandenburg massive Brüche und Veränderungen mit sich, für die Bürgerinnen und Bürger auf politischer Ebene, für die Wirtschaft, Kultur und Bildung, aber auch bis in die Familien hinein. Geschichte wird anhand individueller Biographien dargestellz. Im Mittelpunkt der Ausstellung steht die spannende Frage, welche Enttäuschungen die Bürgerinnen und Bürger erlitten, welche Sehnsüchte und Hoffnungen daraus erwuchsen.
Unter extrem schwierigen Bedingungen erstritten und erkämpften mutige Männer und Frauen Deutschlands erste Demokratie. Welche Rolle spielten Personen wie der Oberbürgermeister Franz Schleusener oder der Stadtverordnetenvorsteher Otto Sidow (SPD-Mitglied)? Wer kennt Else Fisch, eine der drei Frauen, die in die erste Stadtverordnetenversammlung, die nach dem allgemeinen, gleichen, geheimen und direkten Wahlrecht im Jahre 1919 durchgeführt wurde, gewählt wurde. Wie gestaltete sich das Leben politisch aktiver Menschen in zwei Diktaturen – erzählt am Schicksal von Charlotte  Grupa, geb. Henschel und ihrem Bruder Fritz Henschel. Was können uns die Mitglieder des Friedensarbeitskreises der evangelischen Kirche über ihren Kampf gegen Aufrüstung und für Frieden in den 80iger Jahren erzählen, sind ihre Hoffnungen und Sehnsüchte erfüllt worden? Oder machten sich auch Enttäuschungen breit?
Die Ausstellung im Stadtmuseum im Frey-Haus wird durch ein vielfältiges Veranstaltungsprogramm begleitet .

http://sonderausstellung.stadtmuseum-brandenburg.de

 

 

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