Sonderausstellungen

Sonderausstellungen im Stadtmuseum sind zeitlich begrenzt und zeigen Einzelaspekte der stadt-, kultur- und kunstgeschichtlichen Entwicklung in der Stadt Brandenburg an der Havel. Als neues Format ist das der Kabinettausstellung entstanden, in der das Stadtmuseum den Platz für kleine Ausstellungsvorhaben aus und in der Stadt anbietet, Raum für Kreativität schafft. Je nach Größe werden sie im Museum im Frey-Haus und im Gotischen Haus gezeigt.

1945 - Krieg und Frieden in Brandenburg an der Havel

Im Mai 1945, vor 75 Jahren ging der 2. Weltkrieg zu Ende. Auch in Brandenburg an der Havel hatten die Kämpfe tiefe Wunden geschlagen: seit 1933 hatte das menschenverachtende Regime der Nationalsozialisten auf einen Krieg hingearbeitet, die Industrien in Brandenburg waren mehr und mehr Zulieferer und Produzenten von Waffen geworden. Dies wurde durch mehr als 12000 Zwangsarbeitern aus ganz Europa ermöglicht, die in den Fabriken rund um die Havelstadt ausgebeutet wurden.
Dennoch blieb Brandenburg an der Havel und sein Umland lange von den Kampfhandlungen verschont, die Luftangriffe mit hohen Opferzahlen ereigneten sich erst 1944 und im März und April 1945, letztere unmittelbar, bevor die Rote Armee die Stadt erreichte. Die letzten Kriegsmonate und die ersten Wochen in Friedenszeiten sind das Thema der Sonderausstellung im Stadtmuseum.
Wie ging nach dem 1. Mai 1945 weiter, dem Tag, seit dem in Brandenburg an der Havel die Waffen schwiegen? Wie lief die Verwaltung wieder an? Was braucht man, um überleben zu können? Wie verlief der Zusammenarbeit mit der Militärverwaltung der Roten Armee?
Den Antworten auf diese Fragen werden zwei Inszenierungen von Thomas Bartel gegenübergestellt: Fotos der zerstörten Stadt sind zu einer großen Kollage gefasst, die den Besuchern und Besucherinnen im Jahr 2020 einen Rundgang durch die Ruinen erlaubt. In einer Klanginstallation werden Aussagen von Zeitzeugen eingelesen, die vom Kampf um die Stadt und über den Anfang des Friedens berichten. In einer weiteren Installation erlebt man die beklemmende Enge eines Luftschutzkellers.

In den kommenden Tagen werden wir hier nach und nach weitere Inhalte einstellen, die Sie durch unsere Ausstellungen geleiten.

Steintorbrücke im Frühsommer 1945 (Foto: Stadtmuseum Brandenburg an der Havel)
Die sowjetische Kommandantur am Neustädtischen Markt (Foto: Stadtmuseum Brandenburg an der Havel)

Online-Ausstellung im Vollbild-Modus

FrauenANSICHTEN – eine Sonderausstellung des Stadtmuseums Brandenburg an der Havel zur 30. Brandenburger Frauenwoche

Foto: Stadtmuseum Brandenburg an der Havel, H. Köhler

Durch die Zeiten haben Künstler und Künstlerinnen Ansichten von Frauen geschaffen, als Plastik, als Büste, als Ölbild oder Grafik. Das Stadtmuseum zeigt eine Auswahl der Werke aus seiner eigenen Sammlung und der der Stiftung Wredow´sche Zeichenschule. Bisher selten oder noch gar nicht gezeigte Porträts bekannter und unbekannter Frauen sowie weibliche Aktansichten stehen dabei im Mittelpunkt. Der Bogen zur Gegenwart wird durch neun Fotografien Brandenburger Frauen von Juliane Menzel geschlagen. Die so sehr unterschiedlichen Darstellungen, die zwischen dem frühen 17. und dem frühen 20. Jahrhundert entstanden sind, spiegeln einen winzigen Moment im Leben dieser Frauen wider, vom Künstler und seinem Modell sorgfältig gewählt. Diesen Zusammenhang verstehen wir heut meist nicht mehr auf Anhieb, sodass wir lediglich ihr Abbild ansehen oder nach ihrem historischen oder gesellschaftlichen Hintergrund fragen können. Anders stellen sich die neun Fotografien von Juliane Menzel dar: neun Brandenburgerinnen der Gegenwart haben wir eingeladen, sich für die Ausstellung fotografieren zu lassen und Aussagen, die sie in ihrem Leben für wichtig erachten mit den Besucherinnen und Besuchern zu teilen. Somit geben selbst Auskunft über ihre Rollen, ihre Ansichten zum Leben, Gleichberechtigung oder ihre Vorbilder. Und da sehen wir, dass ein langer Weg ist bereits zurückgelegt, wir aber noch lange nicht am Ziel angekommen sind, und auch bis heute nicht in der Kunst.

Bilden Sie sich Ihre eigene FrauenANSICHT!

Wann:                         Freitag, 06.03.2020 bis Sonntag, 13.09.2020

Wo:                             Stadtmuseum Brandenburg an der Havel, Ritterstr. 96,
                                    14770 Brandenburg an der Havel

Eintritt:                       normal 3,00 €, ermäßigt: 1,50 €, Kinder/Schüler: frei

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„Poesie verbindet - Freundschaft bleibt“. Ausstellung analog und virtuell

Poesiealben aus der Sammlung des Museums. Foto: Stadtmuseum Brandenburg an der Havel

Vom 12. Mai 2020, dem Internationalen Museumstag bis zum "Feuer-und-Flamme"-Aktionstag hat das Team vom Stadtmuseum die Brandenburgerinnen und Brandenburger und natürlich alle auswärtigen Interessierten eingeladen, sich die Kabinettausstellung zu Poesiealben vom 19. bis ins 21. Jahrhundert aus der Museumssammlung anzusehen und sich selbst an die schönen Seiten der Freundschaft zu erinnern. 
Das Stadtmuseum hatte im Vorfeld um Ihre Unterstützung gebeten, denn wir suchten Ihr Poesiealbum oder das Ihrer Eltern oder das der Großmutter! Das Motto lautete „Brandenburg sucht das Poesiealbum“. Wir bekamen Einsendungen als Foto und als Video oder sogar als Original. Dafür sagen wir noch einmal "Danke"!
Unsere Besucher haben in der Zeit ein gemeinsames Poesiealbum gestaltet, welches mit der Anzahl der Besucher stetig gewachsen ist.
In einem poetischen Salon werden wir den Besuchern unseres Hauses unsere Fundstücke präsentieren, die teilweise mehr als 200 Jahre alt sind, dazu werden wir Ihre Stücke stellen und Ihre eingesendeten Fotos an die Wand hängen. 
Wir veröffentlichen die schönsten Seiten aus unseren Alben und Ihre Ideen bei uns auf der Website, auf unserer Facebook Seite und auf Instagram, als digitales Poesiealbum anno 2020.
 

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